Orientalische Bauten in Deutschland
Orientalische Bauten sind im Zuge der Globalisierung und Transnationalisierung mit in das deutsche Landschaftsbild integriert worden. Die bekanntesten orientalischen Bauten sind Moscheen mit den daran angebauten Minaretten. Hierbei handelt es sich um Prunkbauten der islamischen Kultur und des muslimischen Glaubens. Sie haben den gleichen Stellenwert wie Kirchen in der christlichen Religion.
Architektur und Kultur
Durch die orientalischen Bauten wurde nicht nur die Architektur in die westliche Welt gebracht. Diese Immobilien sind vielmehr auch im Falle von Moscheen ein Stück Kultur. In Deutschland entstand die erste Moschee bereits 1780 im Baden-Württembergischen Schwetzingen. Heute sind die Moscheen und Minaretten nicht mehr aus dem Landschaftsbild wegzudenken. Neben dem kulturellen Aspekt sind die Gebäude aufwendig entworfen, gebaut und erhalten worden. Die unterschiedlichen Bauformen sind im Zusammenspiel mit der deutschen Architektur entstanden. Durch das Bilderverbot im Islam wurden zunächst nur verschiedene Kunsthandwerke wie Teppich- oder Bildhauerhandwerke in den Moscheen umgesetzt.
Der Einzug des Orient
Neben den öffentlich zugängigen Gebäuden hat orientalischer Baustil auch Einzug in die Architektur von Privathäusern gehalten und findet sich auch schon in den Anzeigen auf Immonet wieder. Diese oft villenartigen Gebäude zeichnen sich durch ihre sandfarbigen Fassaden und durch die Konstruktionsweise aus. Die Konstruktion orientalischer Gebäude basiert auf dem Zusammenspiel einzelner Elemente. So werden geometrische Formen wie Quader und Kreise miteinander kombiniert. Die Gesamtgebäude zeichnen sich durch ihre Opulenz aus. Gold und Edelsteine werden gerne gezeigt. Durch die klimatischen Bedingungen im Orient besitzen orientalische Immobilien häufig Innenhöfe, um schattige Plätzchen zu schaffen. Auch das Element Wasser wird hier integriert. Früher zierten häufig Brunnen die Innenhöfe, bei neueren, opulenten, villenartigen Gebäuden befinden sich im Schatten der Gebäudewände auch Swimmingpools oder Teiche.
Orientalische Gebäude sind aus Deutschland nicht mehr wegzudenken. Ähnlich wie bei den Kirchen sind Moscheen Zeitzeigen verschiedener Epochen und zugleich Garant für den Erhalt von Kultur und Religion. Die in Deutschland vorhandenen orientalischen Gebäude sind prunkvoll und opulent, sie spiegeln nicht die tatsächlichen Verhältnisse der Kultur wieder, sondern zeigen die schönen Seiten. Obwohl diese Gebäude als Repräsentanten für eine Kultur und eine Religion in Deutschland stehen, können sie als solche nicht angesehen werden.


